Ergotherapeutische Behandlung in der Pädiatrie

In der pädiatrischen Ergotherapie gehen wir einen noch recht neuen Weg :

Ressourcen-orientierte pädiatrische Ergotherapie RopE Konzept (Quelle Dr. Rupert Dernick)

Die zielorientierte Ergotherapie wird durch die konstruktive Kooperation von Arzt und Ergotherapeut zu einem wirkungsvollen Heilmittel.

Die Definition konkreter, überprüfbarer und realistischer Therapieziele verbindet ärztliche und ergotherapeutische Perspektiven.

Die Kombination entwicklungsphysiologischer und lernpsychologischer Methoden mit zielorientierter Elternberatung ermöglicht dem Kind nachhaltige Entwicklungsfortschritte.

Die ressourcenorientierte Integration der Familie in den Therapieprozess ermöglicht effektive Therapie und dauerhaften Therapieerfolg.

Alle Kinder sollen eine Chance auf eine ihren (persönlichen und familiären) Ressourcen entsprechende Entwicklung erhalten

  • auffällige Kinder sollen pädagogisch sinnvoll gefördert werden
  • kranke (oder von Krankheit bedrohte) Kinder sollen effizient therapiert werden
  • die Eltern-Kind-Interaktion soll gestärkt und stabilisiert werden
  • die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Ergotherapeuten soll zum Nutzen der Kinder verbessert werden.

Hierbei steht immer die Alltagskompetenz des Kindes im Mittelpunkt.

Die Therapiedauer beträgt normalerweise 10 bis 40 (-60) Stunden. Am Ende der Regelverordnung können Eltern und Kinder in einer Therapiepause das bisher Erlernte im Alltag weiter einüben.(Heimprogramm für Ihr Kind wird gemeinsam erstellt).

Bei dem in den Heilmittelrichtlinien vorgeschriebenen ärztlichen Kontrolltermin, kann der verordnende Arzt durch einen aussagekräftigen Therapiebericht und das Gespräch mit den Eltern überprüfen, ob die Ergotherapie zielorientiert erfolgt. Die Eltern erlangen durch das Tempo des Therapiefortschrittes eine realistische Sicht auf das Entwicklungspotential ihres Kindes.

Das RopE-Konzept kann Übertherapierung durch Fokussierung auf die Beeinträchtigung des Kindes im Alltag verhindern.

Wir halten als Ergotherapeuten Kontakt zu den wichtigen Bezugspersonen (Eltern, Erzieher, Lehrer), um

  • Einsicht in den Lebensalltag des Kindes zu erhalten
  • die Bezugspersonen für die Problematik des Kindes zu sensibilisieren und zur Unterstützung der Therapie zu motivieren
  • Anleitung der Bezugspersonen in Form von "Hausaufgaben" zwischen den Therapiestunden zu realisieren
  • Unterstützung der Bezugspersonen bei Problemen in der Durchführung zu ermöglichen
  • Vermittlung von Kompensationsstrategien, wenn eine Restitution der notwendigen Kompetenz nicht erreichbar scheint zu realisieren

Wir unterstützen Ihr Kind und Sie auf dem Weg in einer kindgerechten Entwicklung.